Flugverbot für Problemakkus

Flugverbot für Problemakkus

Akkus, die potentiell überhitzen könnten, dürfen bei Flugreisen nicht mitgenommen werden. Dieser klare Grundsatz ist natürlich richtig, um die Sicherheit der Passagiere nicht zu gefährden, gar keine Frage. Nun sind auch MacBook Pro 15″ von diesem Verbot betroffen.

Dass bestimmte Akkus elektronischer Geräte ein Sicherheitsrisiko darstellen und auf Flugreisen nicht erlaubt sind, wurde 2016 schon populär, als Samsungs Note 7 aufgrund problematischer Akkus zurückgerufen wurde. Verschiedene Fluggesellschaften sprachen damals ein Verbot aus, betroffene Geräte auf Flugreisen mitzunehmen.

Flugverbot für MacBook Pro 15″

Seit Juni 2019 ruft Apple MacBook Pro 15″ zurück, die zwischen September 2015 und Februar 2017 verkauft wurden. Zwar sind nur bestimmte Seriennummern dieser Baureihe betroffen, was man online prüfen sollte. Aber nun berichtet Bloomberg, dass einige Fluglinien ein Mitnahmeverbot für 15″ MacBooks ausgesprochen haben. Ob die Fluglinien so gut informiert sind, nur die betroffenen MacBook Pro 15″ nicht mitzunehmen? Falls Sie ein MacBook Pro 15″ besitzen, dann ist es ratsam:

  • Prüfen Sie Ihr MacBook Pro 15″. Nur Geräte, die zwischen September 2015 und Februar 2017 verkauft wurden, haben möglicherweise problematische Akkus.
  • Falls Sie ein MacBook Pro 15″ besitzen, das zwischen September 2015 und Februar 2017 verkauft wurde, sollten Sie mit der Seriennnummer auf Apples Seite online prüfen, ob ihr MacBook betroffen ist.
  • Lassen Sie bei betroffenen Geräten den Akku möglichst rasch austauschen, es besteht Brandgefahr

 
Es ist zu erwarten, dass das Mitnahmeverbot im Laufe des August 2019 auch auf andere Fluggesellschaften ausgeweitet wird. Wenn Sie als Besitzer eines MacBook Pro 15″ nicht von Mitnahmeverboten überrascht werden wollen, dann sollten Sie sich darauf vorbereiten. Die EASA informiert bereits auf ihrer WebSite über die Transportbedingungen.

Tipp für Flugreisende mit 15″ MacBook Pro

Besitzer eines MacBook Pro 15″, die ihr Gerät auf eine Flugreise mitnehmen möchten, sollten nachweisen können, dass der Akku bereits getauscht wurde oder das MacBook nicht von Apples Rückrufaktion betroffen ist

  • Lassen Sie bei einem eventuell betroffenen Gerät den Akku-Austausch VOR einer Flugreise vornehmen
  • Nehmen Sie eine Bescheinigung des Akku-Tauschs auf Reisen mit
  • Bringen Sie einen Nachweis mit, dass Ihr Gerät nicht vom Rückruf betroffen ist: mit einer Rechnungskopie können Sie nachweisen, dass ihr Gerät NICHT zu den betroffenen Geräten gehört. Mit einem Screenshot der bei Apple geprüften Seriennummer können Sie nachweisen, dass Ihr MacBook – obwohl es im fraglichen Zeitraum gekauft wurde – nicht zu den betroffenen Geräten gehört.

 

Tipp: Urlaub für Austausch nutzen

Der Akku-Austausch betroffener Geräte wird in einem zentralen Reparaturzentrum vorgenommen,. Deshalb dauert der Austausch 1-2 Wochen. Nutzen Sie Ihre Urlaubszeit, um nicht so lange auf ihr Gerät verzichten zu müssen:

Bringen Sie ihr MacBook VOR dem Urlaub in einen Apple Store oder zu einem Apple Autorisierten Service Provider (AASP). Oder lassen Sie ihr MacBook im Urlaubsland in einem, Apple Store reparieren.

Ergänzung 27.8.2019

Über die aktuelle Lage und praktische Probleme berichtet MacTechNews im Beitrag MacBook Pro 2015 auf Flugreisen: Was zu beachten ist und wie die Airlines reagieren. Die praktischen Erfahrungen kurz zusammengefasst:

  • keinesfalls ein betroffenes MacBook Pro 2015 ohne getauschten Akku mitnehmen, denn es besteht die Gefahr, es beim Rückflug am Boden lassen zu müssen
  • entsprechende Dokumente als Nachweis mitführen
  • nicht nur deutschsprachigen Nachweis mitbringen, sondern mind. in Englisch, besser auch in Landessprache
  • vor dem Flug die jeweils geltenden Bestimmungen der Fluggesellschaft erfragen, die können sich nämlich ändern

 

 

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