Dropbox und Aliase

symlonk statt Alias in Dropbox

Dropbox und Aliase

Aliase in Dropbox funktionieren nicht. Mit einem Trick geht es doch: symbolic links können Ordner auf Ihrem Mac im DropBox-Ordner abbilden, so dass auch andere Computer diese Daten sehen – egal wo das Original liegt.

Sie möchten einen Ordner in Ihrem Mac oder Mac-Server nicht verschieben, aber dennoch im Dropbox-Ordner haben? Ein symbolic link ermöglicht genau das. Simple Aliase, die man im Finder erstellen kann, leisten das leider nicht.

Wenn man einen Alias einer Datei oder eines Ordners im Dropbox-Ordner erstellt, dann funktioniert dieser Alias auf dem eigenen Rechner schon. Aber auf anderen Rechnern nicht. Mit einem Unix symlink kann man dennoch erreichen, dass eine Datei oder ein Ordner über den Dropbox-Ordner synchronisiert wird, obwohl er ganz woanders liegt.

weblogit zeigt eine Schritt für Schritt-Anleitung, wie mit Hilfe von Terminal ein symlink erstellt werden kann. Das Prinzip ist grundsätzlich einfach:

Dienstprogramm Terminal öffnen

ln -s [Pfad_zum_Original] [Pfad_zum_symlink]

Möchte man z.B. den Ordner „Freigaben/Projekte“ im Ordner Dropbox-Ordner abbilden, dann sähe der Befehl in Terminal so aus:

ln -s /Freigaben/Projekte /user/tom/Dropbox/Projekte

In der Praxis ist das kniffliger als gedacht: der Ziel-Ordner darf noch nicht existieren. Außerdem darf man Quelle und Ziel nicht verwechseln. Deshalb sollten Sie diesen Befehl nur auf eigenes Risiko verwenden … und natürlich am besten nur, wenn Sie genau wissen, was Sie da tun 😉

Die Anwendungsmöglichkeiten hierfür sind jedoch geradezu prächtig. Wenn Ihr Büro auf einem freigegebenen Ordner des Servers arbeitet, können manche oder alle Ordner des Servers dennoch in die Dropbox gestellt werden – so dass externe Mitarbeiter über Dropbox eine synchronisierte Kopie der bürointern freigegebenen Daten erhalten. Damit hätte z.B. der Bauleiter ständig alle Projekt-Daten auf seinem Rechner und könnte auch ohne Online-Zugang damit arbeiten. Und die Kollegen im Büro finden den vom Server freigegebenen Ordner nach wie vor an der selben Stelle.

In der Praxis gibt es jedoch drei Dropbox-typische Probleme:
1. Dropbox ist langsam. Der Datenaustausch via Dropbox läuft mit gemächlichen 50 kb/s, so dass z.B. die Daten eines 200 GB-Ordners beim ersten Sync erst nach 4-5 Tagen vollständig auf den beteiligten Computern ankommen.
2. Dropbox schützt nicht vor gleichzeitiger Doppelbearbeitung, denn es ist keine Server-Software, die aktuell geöffnete Dateien sperrt. Bei gleichzeitiger Bearbeitung (z.B. wenn ein Dropbox-Benutzer offline mit den Daten arbeitet) erzeugt Dropbox ein Duplikat und ergänzt den Dateinamen um „([benutzername] in Konflikt stehende Kopie [Datum])“
3. Dropbox kopiert alle Dateien im Ordner Dropbox als reale Dateien auf die teilnehmenden Macs. Dieser gewaltige Vorteil (für die Arbeit offline) wird zum Nachteil, wenn die Datenmenge in der Dropbox sehr groß ist; unter Umständen benötigen die teilnehmenden Computer größere Festplatten.

So praktisch diese Funktion ist, bitte wenden Sie sie mit Bedacht an. Wie übernehmen keine Haftung, wenn Sie selbst an Ihrem Dateisystem herumwerkeln. Aber wir stehen Ihnen gerne als Berater zur Seite und helfen Ihnen, diese Lösung einzurichten.

 

 

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