Schnellere MacBook Pro

Schnelle SSD im MacBook Pro

Schnellere MacBook Pro

Alle MacBook Pro mit einer SATA-Schnittstelle lassen sich gut mit SSDs aufrüsten. Die Beschleunigung durch ein Flash-Laufwerk fällt je nach MacBook-Modell unterschiedlich aus.

Das MacBook Pro 15″ der Serie „late 2016“ erreicht beim Lesen enorme 2.950 MB/s und bringt damit manche Test-Software an die Grenzen der Geschwindigkeitsanzeige. Das sind zur Zeit absolute Spitzenwerte, die nur mit speziell angepassten SSDs und 8 Gbps PCIe 4x-Schnittstellen erreicht werden. Diese SSDs haben wenig gemeinsam mit den klassischen SATA-SSDs. Trotzdem haben die Flash-Speicher im 2,5″-Gehäuse ihre Berechtigung, denn sie bieten eine günstige Möglichkeit zur Aufrüstung älterer MacBook-Modelle mit SATA-Schnittstelle.

Kurz ausgeholt – die Entwicklung der SSD-Geschwindigkeit in den MacBooks der letzten Jahre bringt einige interessante Dinge ans Licht:

Die Abkehr von der SATA-Schnittstelle kam zum richtigen Zeitpunkt

Das MacBook Pro der Baureihe late 2011 erreichte mit effektiven 450 MB/s annähernd die Geschwindigkeit der Standard SATA-SSDs von 550 MB/. Eine weitere Steigerung war mit der SATA-Schnittstelle kaum machbar. Die Einführung der PCIe-Schnittstelle mit optimierten SSDs erfolgte mit den MacBook Pro der Baureihe late 2013. Damit konnte die Leistung der angepassten SSDs nahezu verdoppelt werden auf 730 MB/s. In den folgenden Modellen wurde die Leistung kontinuierlich verbessert auf aktuell 2.950 MB/s Leserate – weitaus schneller als die SSDs mit der typischen SATA-Schnittstelle. Da für diese besonderen SSDs kein Massenmarkt existiert, erscheint es sogar logisch, auf die Möglichkeit zur Aufrüstung der neueren MacBook Pro grundsätzlich zu verzichten. Die Marktpreise bestätigt das: OWC liefert nachrüstbare SSDs für MacBook Pro late 2013 bis mid 2015 – sie sind jedoch deutlich teurer als die üblichen Flash-Speicher.

Keine nennenswerte Leistungssteigerung der Festplatten

Im Zeitraum von 2006 bis 2016 stieg die typische Leistung der konventionellen Festplatte an von ca. 60 MB/s auf heutige 120 MB/s. Ordentlich – aber im Vergleich zum Leistungszuwachs bei SSDs ist das eigentlich kaum der Rede wert.

I/O sorgt für Geschwindigkeitszuwachs

Schon seit Jahren sind begrenzte Schreib-/Leseraten die eigentlichen Systembremsen. Die CPU langweilt sich geradezu beim Warten auf Daten, die Häppchen für Häppchen vom Controller geliefert werden. Kurze Arbeitsphasen, lange Wartezeit dazwischen. Wenn Input/Output mit der CPU nicht mithalten können, dann langweilt sich die CPU. Apple hat mit der Einführung immer leistungsfähiger Controller und optimierter SSDs den richtigen Weg beschritten, um die Leistungsfähigkeit der MacBooks stetig zu verbessern.

Aufrüstung lohnt sich für MacBooks ab late 2008

Jedes MacBook mit einer SATA-Schnittstelle wird mit einer SSD deutlich beschleunigt. Selbst die 2006er und 2007er MacBooks gewinnen ganz klar, obwohl die 1.5 Gbps SATA-Schnittstelle nur vergleichsweise magere 115 MB/s leistet. Im Vergleich zu den damals verbauten Festplatten (60 MB/s) ist das dennoch ein Quantensprung: fast doppelt so schnell. Einerseits ist es enttäuschend, dass von den möglichen 550 MB/s der SSD nur wenig mehr als ein Fünftel der Leistung durch den Controller kommt – andererseits zeigen selbst die 2006er und 2007er MacBook Pro durch eine SSD nie vermutete Geschwindigkeit.

Wirklich lohnenswert ist die Aufrüstung für die MacBook Pro-Modelle late 2008 bis early 2013. Deren SATA-Schnittstelle leistet 3.0 Gbps (seit late 2008) bzw. 6.0 Gbps (seit early 2011). In einem MacBook „early 2008“ leistet eine nachgerüstete SSD ca. 265 MB/s. MacBooks der Baureihen late 2011 bis early 2013 erreichen SSDs ca. 450 MB/s.

Wir machen das schon

Neben vielen anderen Dingen rund um alle Apple Produkte ist die Aufrüstung älterer Macs eine unser Haupttätigkeiten geworden. Wir rüsten alle erweiterbaren Macs professionell auf als fix und fertige Leistung – d.h. mit Hardware-Test, Datenübertragung und Postversand (falls gewünscht). Seit vielen Jahren. Noch nie hat einer unserer Kunden die Aufrüstung bereut, denn der Geschwindigkeits-Zuwachs durch den Einbau einer SSD ist bei allen Mac-Modellen enorm.

Kurz gesagt: der Einbau einer SSD ist das Beste, was Sie für Ihren langsam gewordenen Mac tun können.

 
 
 

4 Comments
  • Gordan Merz
    Posted at 11:16h, 09 Dezember

    ….ich weiß, klugscheißerisch aber: 🙂 Quantensprung…hmmm- wieviel ist denn das ? Einen ganz netten Hinweis habe ich hier gefunden…..http://www.redensarten.net/Quantensprung.html
    Nix für ungut 🙂

  • Peter Pickel
    Posted at 09:29h, 09 Dezember

    Ich habe mit meinem MacBook Pro Mid2012 seit der Aufrüstung erst mit einer, besonders aber nach der Installation einer zweiten SSD Ausfälle der Verbindung zu meiner MagicMaus bei intensivem Festplattenzugriffen.
    Dies reicht von ruckelndem Verhalten bis hin zum kompletten Ausfall für mehrere Sekunden, bis sie sich wieder verbunden hat.
    Ich hab jetzt ein MacBook Pro Retina Mid2015.

    • Thomas Kemmer
      Posted at 09:38h, 09 Dezember

      Hallo Peter,
      das hört sich nach einem defekten Festplatten-Kabel an. Waren Sie mit dem MacBook schon mal ein einer qualifizierten Werkstatt?