Softonic Malware

Finger weg von Softonic & Co.!

Softonic, Download.com und Chip.de verbreiten AdWare und ScareWare. „Kostenlose“ Software von Download-Portalen überrascht Mac-Besitzer oft mit zusätzlichen Programmen, die sich in den geladenen Installations-Dateien verstecken.

Wer sich bei Download-Portalen kostenlose Software für Mac lädt, riskiert den Befall durch AdWare und ScareWare. Im Hintergrund mitinstallierte Werbesoftware nervt zwar nur, die ScareWare MacKeeper kann aber Ihren Mac beschädigen. Ganz abgesehen von MacKeepers betrügerischer Absicht, durch vorgetäuschte Probleme zum Kauf der kostenpflichtigen Version zu drängen.

quote… eigentlich wollte ich ein anderes Hilfsprogramm downloaden und beim Öffnen des Installers hat sich dann der MacKeeper gezeigt.

AdWare und ScareWare landen oft bei der Installation von Gratis-Software auf dem Mac. Früher haben sich die Software-Programmierer nach dem Shareware- und Donationware-Prinzip ein Zubrot verdient und man konnte den vollen Funktionsumfang erst mit der kostenpflichtigen Vollversion freischalten. Heute dagegen geben die Programmautoren oft uneingeschränkte Vollversionen heraus, werden aber finanziert durch Download-Portale, die wiederum an der Verteilung von AdWare und ScareWare mitverdienen. Bei diesem Refinanzierungs-Prinzip erhält der Programmautor eine Vergütung durch jede Installation von Adware.

  • AdWare verdient Geld durch Werbeeinblendungen … weil Werbe-Betreiber JEDE Werbeeinblendung vergüten
  • Downloadportale werden pauschal für jede Adware-Installation vergütet
  • Programmautoren erhalten von den Downloadportalen einen Teil der Vergütung, wenn ihre Software AdWare mitinstalliert

Im besten Fall nerven solche Zusatzprogramme nur. Im schlimmsten Fall beschädigen die Zusatzprogramme Ihren Mac durch vorgetäuschte „Probleme“ und die Aufforderung zum Entfernen von Systembestandteilen – nach diesem Prinzip arbeitet MacKeeper.

Adware mit Hintertüren

Adware in Form von Browser-Toolbars sind aber oft mit Hintertürchen versehen oder enthalten Angriffspunkte durch Programmierfehler. Die eigentliche Funktion der AdWare ist schon ätzend genug – sie ersetzt Werbung auf den angesurften Seiten durch eigene Werbung und blenden zusätzliche Werbung an Stellen ein, die bisher werbefrei waren. Oder sie leitet Suchanfragen im Browser bei Google um zu eigenen Suchmaschinen, um wiederum eigene Shops in den Vordergrund zu rücken.

browser_mit_adware

Apfelwerk.de rechts mit AdWare, links ohne AdWare

Besonders dreiste Browser-Toolbars (mal wieder nur für Windows 😉 belauschen alle Tastatureingaben und oder übermitteln den Browser-Verlauf an den AdWare-Hersteller.

Softonic, Download.com und Chip.de vermeiden

Vermeiden Sie Download-Portale wie Softonic, Download.com, Chip.de oder Freemium.com, denn sie packen zusätzliche unerwünschte Programme auf Ihren Rechner. Laden Sie Shareware direkt von der WebSite des Hersteller oder von Apples App Store. Bezahlen Sie die Entwickler ehrlich für Ihre Arbeit und seien Sie mißtrauisch, wenn im Internet etwas „kostenlos“ verteilt wird – denn sonst bezahlen Sie mit Ihren Nerven, Ihren Daten oder mit der Geschwindigkeit Ihres Macs.

  • Laden Sie nicht wahllos alles aus dem Internet auf Ihren Computer. Bevor Sie ein Programm herunterladen, sollten Sie sich genau überlegen, ob Sie es auch tatsächlich brauchen. Sollten Ihnen der Softwarehersteller vollkommen unbekannt sein, lesen Sie sorgfältig die Informationen auf dessen Website, um mehr über die Personen, die hinter der Technologie stehen, sowie über die Technologie selbst zu erfahren.
  • Lesen Sie die Lizenzvereinbarungen. Auch wenn es eine abschreckende Aussicht ist, diese Vereinbarungen lesen zu müssen, sollten Sie dennoch auf Nummer sicher gehen und bei der Installation von Freeware nicht nur bis zum Ende blättern und auf die Schaltfläche „Ich stimme zu“ klicken. Lesen Sie stattdessen die Vereinbarung sorgfältig durch, und achten Sie auf Stellen, die sich auf Aktivitäten zum Sammeln von Informationen beziehen und bedeuten könnten, dass Sie neben der kostenlosen Software möglicherweise auch ein AdWare-Programm erhalten.
  • Hüten Sie sich vor anklickbaren Werbeanzeigen. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Programme – insbesondere Freeware – die anklickbare Werbung einblenden. Ihr Vorhandensein ist ein Warnhinweis. Wenn Sie auf diese Werbung klicken, zeichnet höchstwahrscheinlich jemand auf, wie Sie darauf reagieren.
  • Werden Sie mißtrauisch, wenn es im Internet etwas kostenlos gibt.

 

Virenschutzprogramme dürfen vor Downloadportalen warnen

Avira konnte sich Ende Juni 2015 vor Gericht erfolgreich gegen eine Unterlassungsaufforderung von Freemium.com wehren, die unter anderem einen Software-Manager inklusive Adware-Verteilung für verschiedene Medienhäuser anbieten. Sobald sich ein Nutzer über die entsprechenden Download-Portale etwa ein Spiel herunterlädt, gelangt gleichzeitig auch Adware, wie etwa Toolbars, auf den Computer. Laut dem Gerichtsbeschluss dürfen die Avira-Anwendungen Nutzer auch in Zukunft vor solchen Adware-Downloads warnen. Freemium.com wird unter Anderem von ProSiebenSat.1 Media AG und Computerbild.de finanziert.

Säuberung des Rechners

Apple informiert ausführlich darüber, wie Sie ungewollte AdWare wieder loswerden. Wir empfehlen bei der Suche nach AdWare die Software. Falls Sie vermuten, dass sich AdWare auf ihrem Mac befindet, empfehlen wir die Säuberung des Rechners mit der Software AdwareMedic – speziell gemacht zum Aufspüren von AdWare aller Art.

Weitere Hilfe gewünscht?

Die Beratung von Mac-Anwendern ist unser Metier. Wenn Sie weitere Hilfe oder Beratung wünschen, dann sind wir gerne für Sie da. Egal ob vor Ort, per Fernwartung oder in unserer Werkstatt.

 

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.