Google Photos

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google-photosGoogle verdient mit unseren Daten Geld. Wie steht es um den Datenschutz in Googles neuer App „Photos“?

Googles neue App „Photos“ für iOS bietet seit Mai 2015 unbegrenzten Speicherplatz für Fotos und Videos – auf Lebenszeit. Kostenlos, für jedermann.  Der ausführliche Vergleich von Google Photos mit Apple Photos von Apfelblog.ch zeigt, dass es Googles neuer Dienst ein verlockendes Angebot ist. Jedoch – welchen Gegenwert erhofft sich Google, wenn es auf seinen Servern endlosen Speicherplatz für alle Bilder dieser Welt anbietet?

Die Antwort fällt leicht: Google will unsere Fotos, um damit Geld zu verdienen. Wie bisher mit unseren anderen Informationen auch.

Googles Bilderdienst erkennt Gesichter beinhaltet eine intelligente Suche, die Bildinhalte erkennen und durchforsten kann. Zur Nutzung von Google Photos am Mac reicht bereits ein Web-Browser aus – ein Google-Account wird jedoch selbstverständlich vorausgesetzt. Angeblich seien die Fotos geschützt (verschlüsselt) und nur für den Besitzer zugänglich – es sei denn, er teilt seine Bilder. Aber darum geht es gar nicht; natürlich sorgt Google dafür, dass niemand außer dem Besitzer die Fotos hat … außer Google selbst 🙂 Die entscheidende Frage ist deshalb, was Google mit den Bildern alles anstellt, die auf ihren Servern abgelegt werden.

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Nichts, was im Internet als „kostenlos“ angeboten wird, ist ohne Kosten. Google bietet lebenslänglich unentgeltlich eine Leistung an – im Gegenzug dazu nutzt Google die Daten intern, um Suchalgorithmen zu optimieren oder z.B. Werbung noch besser auf den Benutzer zu individualisieren.

Die Datenschutzbedingungen von Google Photos formulieren das so:

quoteWir nutzen die im Rahmen unserer Dienste erhobenen Informationen zur Bereitstellung, zur Wartung, zum Schutz und zur Verbesserung dieser Dienste, zur Entwicklung neuer Dienste sowie zum Schutz von Google und unserer Nutzer. Wir nutzen diese Informationen außerdem, um Ihnen maßgeschneiderte Inhalte anzubieten – beispielsweise, um Ihnen relevantere Suchergebnisse und Werbung zur Verfügung zu stellen.

Und weiter:

quoteUnsere automatisierten Systeme analysieren Ihre Inhalte (einschließlich E-Mails), um Ihnen für Sie relevante Produktfunktionen wie personalisierte Suchergebnisse, personalisierte Werbung sowie Spam- und Malwareerkennung bereitzustellen.
[…]
Unter Umständen verknüpfen wir personenbezogene Daten aus einem Dienst mit Informationen und personenbezogenen Daten aus anderen Google-Diensten.

Alles wie bisher, könnte man sagen: Google nutzt unsere Daten, um damit Geld zu machen. Da lobe ich mir Apples Ansatz: Apple verdient Geld über den Verkauf von Hardware. Die persönlichen Daten der Benutzter will Apple nicht haben und schützt sie so weitgehend wie möglich. Apples oberster Grundsatz im Umgang mit den persönlichen Daten ist: Die Daten der Anwender gehören den Anwendern.

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