Time Machine mit Zeitplan auf Netzwerk-HD

Time Machine mit Zeitplan auf Netzwerk-HD

Eine Netzwerkfestplatte als Time Machine Speicherort für alle Mac-Clients im Büro … eigentlich eine feine Idee.
Doch wie kann die Last im Netzwerk durch die Time Machine-Backups begrenzt werden?

Time Machine kann seine Datensicherung auf einer lokalen Festplatte speichern oder auf einem Netzlaufwerk – auf einer Freigabe an einem OS X (Snow) Leopard Server oder einem anderen freigegebenen Laufwerk, sofern man die Option für „unsupported Volumes“ freischalten mag.

In einem Büro mit 20 Mitarbeitern macht es deutlich mehr Sinn, die Datensicherung von Time Machine auf einer Freigabe am Server einzurichten, statt viele lokale Festplatten hierfür zu verwenden. Jedoch … Time Machine macht seine Backups im Normalfall stündlich und startet mit diesem Zeitplan in Abhängigkeit von der Anschaltzeit des Client-Macs. In einem Büro mit 20 Mac-Clients wird dies sicherlich zu einer kräftigen Netzwerklast führen, weil u.U. mehrere Clients ihre Datensicherung gleichzeitig ausführen.

Eine mögliche Lösung sieht so aus:
– Netzwerkfestplatte am Server freigeben
Time Machine Editor auf den Clients installieren
– Time Machine per Zeitplan gestaffelt ausführen

Im obigen Beispiel mit 20 Mac-Clients gibt es (natürlich) eine zentrale Daten-Ablage auf dem Server. Für das Backup der dezentral verwalteten Baustellen-Fotos in iPhoto und persönliche Daten war es ausreichend, die Mac-Clients 2x täglich per Time Machine zu sichern. Dafür wurde eine separate Festplatte am OS X Server freigegeben. 8 Stunden Arbeitszeit … geteilt durch 20 Mac-Clients … mal zwei … nach kurzer Rechnerei schien eine Staffelung der Time Machine-Backups auf 10 Minuten sinnvoll.

Time Machine Editor wurde auf jedem Mac-Client installiert und für jeden Mac auf den individuellen Zeitplan eingestellt. Es wurden jeweils 4h Abstand zwischen den Ausführungen gewählt, die Startzeit von Mac zu Mac in 10 Minuten Abstand gestaffelt.

Beim ersten Start von Time Machine auf die Netzwerkfestplatte werden zunächst einmal die kompletten Daten der Clients in ein Sparseimage auf der Netzwerk-Festplatte gespeichert. Das wurde am Wochenende ausgeführt. Die Netzwerk-Performance ging erwartungsgemäß in die Knie.

Die folgenden Durchläufe nach Zeitplan zeigen sich im Programm Server-Admin sehr schön nach Zeitplan gestaffelt mit kleinen Peaks in der Netzwerklast – gestaffelt im Abständen von 10 Minuten. Eine Beeinträchtigung der Netzwerkperformance war nicht meßbar, die Server-Last steigt nicht über die üblichen 15-20%.

Netzwerkverkehr (nicht alle Clients in Betrieb; Maximum durch File-Services sonst bei 40 MB/s):

Server-CPU:

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.