Was ist neu in Mountain Lion? Eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuerungen.

Über die Mitteilungszentrale, die aufgebohrte iCloud, FaceBook- und Twitter-Anbindung, Gamecenter, Airplay vom Mac aus oder den neuen Desktop-Hintergrund wollen wir uns hier nicht auslassen; dazu gibt es anderswo erschöpfende Informationen. Apple geht mit dem heute veröffentlichten Mac OS X 10.8 Mountain Lion einen Schritt weiter auf dem Weg zum dateisystemlosen Mac; wir sind davon nicht restlos überzeugt. Aber das mag auch daran liegen, dass jeder in unserem Team mehr als 10 Jahre professionelle Erfahrung mit Apple Macintosh hat und jede Menge Dateien, Ordner und Filesysteme verwaltet.

Unter der Haube von OS X 10.8 Mountain Lion gibt es 200 Änderungen - hier die weniger populären, dafür umso praktischeren:

Automatisch Sichern
endlich wieder mit Command-Shift-S  zum Duplizieren von Dateien und Command-Shift-Option-S zum “Sichern als”. Auch wieder nett zu sehen: beim Schließen von Dokumenten kann die Frage nach dem Sichern wieder eingestellt werden. Neu sind auch die Rückkehr zur letzten gespeicherten Version und das Umbenennen aus der Titel-Leiste.

System: Scrollbalken, einfacheres Einrichten von Air Print, …
Apple hat nicht nur ein Patent auf den automatisch erscheinenden Scrollbalken, sondern sieht auch ein, dass er bisher zu schmal war. In Mountain Lion wird der Scrollbalken wieder breiter. Air Print ist einfacher einzurichten; beim Screen Sharing können Dateien per Drag + Drop ausgetauscht werden; den Vollbildmodus gibt es nun auf jedem angeschlossenen Monitor;  Schriftsammlung bekommt intelligente Ordner spendiert.

QuickTime X
bietet neue Exportfunktionen und nutzt die Hardware beim H.264-Encoding. Ob die Exportfunktionen an diejenigen von QuickTime 7 Pro heranreichen, wird sich erst zeigen.

Safari
mit 6% mehr Performance im Vergleich zu Safari 5.1 dank besserer Implementierung von Java Script; außerdem mit Share-Button, smartem Such-Feld, Offline Leseliste, Kontrolle der gespeicherten Passwörter in den Safari-Einstellungen, Do Not Track und einigem mehr.

Sicherheit
Mehr Apps in der Sandbox, tägliche Update-Suche, Privatsphäre-Einstellungen, Verwaltungs-Tools für FileVault, Gatekeeper – zwar kein Allheilmittel in Punkto Sicherheit, ergänzt aber die Möglichkeit, nur Software aus bestimmten Quellen zu akzeptieren. Außerdem Kernel ASLR und Safari Safe HTML Handling. Fast jedes beliebige Laufwerk lässt sich verschlüsseln, vorausgesetzt es ist im GUID-Format partitioniert – inklusive USB-Sticks, USB-Festplatten, FireWire- und Thunderbolt-Festplatten.

Time Machine
wird endlich erwachsen mit Verschlüsselung und Datensicherung zu mehreren Zielen.

Adressbuch
wird umbenannt in Kontakte und etwas besser bedienbar, da die Kontakt-Gruppen dauerhaft eingeblendet werden können (Menü “Darstellung”: Gruppen – Liste und Vistenkarten – Nur Visitenkarte).

iCal heißt nun Kalender
Es hat zwar immer noch die seltsame Lederoptik mit dussligen Papierfetzen – doch wenigstens lässt sich nun die Kalenderliste über das Menü “Darstellung” dauerhaft einblenden.

Softwareaktualisierung und App Store
wachsen zusammen; der bisherige Eintrag “Softwareaktualisierung” im Apple-Menü wird beibehalten, startet jedoch das Programm “App Store”, das dann nach Aktualisierungen Ausschau hält.

Mountain Lion Server
wie bisher setzt OS X Mountain Lion Server eine vorhandene Installation der Client-Version voraus. Wer OS X Mountain Lion installiert hat, kann die Server-Version für 15,99 EUR im App Store laden. Im Unterschied zu Lion Server fehlen im Mountain Lion Server die Server-Werkzeuge Server Admin und Workgroup Manager. Neu in 10.8 Server sind Xsan 3, Wiki Server 4, Unterstützung von IPv6-Adressen und Administration des Softwareupdate-Servers, Warn- und Statusmeldungen per Push sowie das Monitoring der File Sharing-Verbindungen.